Aktuelles

Licht und Schatten im Alltag – Projekte der BFS1A

Die BFS1A hat sich in drei Gruppen zu den Themen Sucht, Rassismus und Leben in Haft aufgeteilt und diese zum Oberthema „Licht und Schatten“ beleuchtet. Zudem haben es sich die zuständigen Lehrkräfte Jörg Spaude und Rebecca Reuter in dieser Woche zur Aufgabe gemacht, den Alltag der SchülerInnen mit etwas mehr Licht zu füllen. Dafür startete jeder Tag mit einer kurzen Geschichte von Hörnchen und Bär und einer kleinen Achtsamkeitsaufgabe (z.B. das Geschenk-Denken). Am Ende eines jeden Tages wurde eine meditative Klanggeschichte durchgeführt.

Bericht „Menschen in Haft“

Wir haben uns mit dem Thema Menschen in Haft, der Darstellung in den Medien und der Realität in deutschen Gefängnissen auseinandergesetzt. Dazu haben wir einen Seelsorger aus der JVA in Vechta interviewt. Wir haben drei Plakate gestaltet, ein graues mit allgemeinen Fragen, ein schwarzes und weißes, auf dem wir die Darstellung in den Medien und der Realität im Gefängnis gegenüberstellen.

Wir merkten in den ersten Tagen schnell, dass wir uns einen realistischen Alltag und das Gefühl der Freiheitsberaubung nicht wirklich vorstellen können. Das Interview hat uns dabei sehr geholfen.

Leider mussten wir zu dem Ergebnis kommen, dass Lichtblicke in einer Justizvollzugsanstalt eher selten zu finden sind. Jedenfalls in unserem exemplarischen Beispiel in Vechta. Trotzdem gibt es ab und zu positive Momente der eigenen intrinsischen Motivation der Häftlinge. Wir sind mit vielen systemkritischen Fragen aus dieser Woche herausgegangen. Wie gehen wir in unserer Gesellschaft mit Strafe und Macht um? Wie fühlt es sich an komplett abhängig von bürokratischen Anträgen zu sein? Und wie immens sind unsere rassistischen Vorurteile in der staatlichen Gewaltenteilung?

Thema „Rassismus“

Wir haben viel über das Thema Rassismus recherchiert und uns erstmal den Begriff erklärt und eine Definition gesucht.

Dabei haben wir festgestellt, dass es verschiedene Formen von Rassismus gibt und vor allem unseren Schwerpunkt auf Alltagsrassismus gelegt.

Wir haben uns ein Rollenspiel dazu ausgedacht, welches Vorurteile und Klischees gegenüber bestimmten Personengruppen beinhaltet. Das Rollenspiel wurde geplant und vorbereitet.

Dann haben wir ein Interview mit einer Person geführt, die von ihren Erfahrungen mit Rassismus erzählt hat und wie sie damit umgegangen ist, bzw. noch umgeht.

Das Video zu unserem Rollenspiel wurde geschnitten und bearbeitet. Hinzu kommt, dass wir ein weiteres Interview mit einem Schüler der EFS geführt haben. Er berichtete über seine eigenen Erfahrungen mit Rassismus in Bezug auf seine Wurzeln und der Herkunft seiner Vorfahren. Außerdem haben wir ein Plakat mit der Schatten- und Lichtseite von Rassismus erstellt. Rassismus vor allem im Alltag steht auf unserer Schattenseite, aber alles was gegen Rassismus durchgeführt wird, steht auf unserer Lichtseite. Dazu zählen Organisationen wie „Black Lives Matter“ oder Zivilcourage zu zeigen, sowie über sein eigenes Verhalten und Denken zu reflektieren.

Thema „Sucht“

Wir haben uns in der Woche erstmal über Süchte wie Drogen- und Alkoholsucht, Esssucht, Mediensucht und der Spielsucht beschäftigt. Wir haben außerdem zwei Interviews geführt. Das erste Interview haben wir mit einem ehemalig drogensüchtigen Mann geführt. Er ist jetzt 72 Jahre alt und hat uns seinen Weg in die Sucht erzählt. Zudem berichtete er, wie seine Sucht verlief und wie er es am Ende geschafft hat aufzuhören und ein Leben mit Arbeit, Frau und Kindern aufzubauen. Uns hat besonders beeindruckt, dass er in der Klinik, in der ihm geholfen wurde, eine Stelle als Arbeitstherapeut bekommen hat. Unser zweites Interview war mit einer Mitarbeiterin der Diakonie, die uns erzählen konnte, welche Substanzen momentan bei den Jugendlichen im „Trend“ liegen, wo man sich Hilfe suchen kann und wie dort geholfen wird. Wir haben uns dann dafür entschieden, dass wir unsere Präsentation mit Fotos darstellen und damit Licht und Schatten im Alltag verdeutlichen.

 

 

 

 

 

 


Elf staatlich geprüfte Heilpädagog:innen feiern Abschluss

„Sie sind ein Gewinn für die Einrichtungen, in denen Sie arbeiten und künftig tätig sein werden. Sie sind aber auch ein Gewinn für unsere Gesellschaft, denn in vielen Bereichen sind wir von einer hochwertigen Qualität inklusiver Arbeit leider noch sehr weit entfernt.“ Mit diesen Worten verabschiedete Schulleiterin Ulrike Kläfker Ende Januar die elf nun staatlich geprüften Heilpädagoginnen und Heilpädagogen, die die Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS-OS) nach einer 30-monatigen Ausbildung in berufsbegleitender Form mit dem Examen verlassen haben. Wurden die Abschlussfeiern der EFS in den Jahren zuvor in der Lutherkirche gefeiert, fand die Veranstaltung diesmal im Klassenverband in der Schulaula statt. Dank Technik konnten sich aber alle, die in Quarantäne waren oder nicht dabei sein konnten, digital zuschalten.

Klassenlehrerin Kirsten Sülzle-Temme lobte in ihrer Ansprache insbesondere das respektvolle und humorvolle Miteinander der Klasse in den aufgrund der Pandemie besonders herausfordernden Zeiten. Das erste Ausbildungsjahr habe die Klasse an viele neue Themenbereiche herangeführt. Neben theoretischen Aspekten der Heilpädagogik, der Psychologie, der Medizin und der Diversität habe stets die persönliche Weiterentwicklung im Rahmen der Heilpädagogik im Vordergrund gestanden. Auch diagnostische Verfahren, kreative und musische Medien sowie Methoden zur Teammoderation seien wichtige Themen gewesen.

Sülzle-Temme berichtet: „Anfang 2020 fand unser herkömmlicher Unterricht plötzlich ein abruptes Ende und warf uns alle in eine völlig neue Situation.“ Diese habe die Klasse gemeinschaftlich jedoch gut gemeistert. Eine besondere Erfahrung sei das gemeinsame Theaterprojekt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Arche Tecklenburg gewesen: „Für ein paar Stunden standen nicht mehr die Sorgen und Ängste der Pandemie, sondern nur der Augenblick, die Freude am Theaterspiel und die Schönheit des Tages im Vordergrund.“ Sülzle-Temme resümierte: „Ihr habt viel Wissen und methodisches Können im Gepäck, das euch sicher gut für den Beruf der Heilpädagogin und des Heilpädagogen ausstattet. Und eins wisst ihr nun ganz sicher: Ihr könnt stürmischen Zeiten standhalten und sogar zu Bestleistungen auflaufen, denn alle von euch können heute mit Stolz auf ihre Zeugnisse blicken.“

Für gute Stimmung sorgten bei dieser fröhlichen Feier auch Aktionen der Klasse wie „Der letzte Kampf“ (ein Bild in Boxerverkleidung) sowie weitere Rückblicke auf gemeinsame Erlebnisse wie Waldtage, Kreativprojekte, Exkursionen und mehr. Die Organisation der Abschlussfeier hatte Verena Jannaber in Kooperation mit der Klasse übernommen. Einige Pädagog:innen waren bei einer spontanen Improeinlage dabei. In der HP-Klasse gab es einige Schüler:innen, die drei Ausbildungen an den EFS gemacht haben – von der Sozialassistenz über die Erzieher:innenausbildung bis zur Heilpädagogik. In der Teilzeitversion bedeutet das: Sie haben die Evangelischen Fachschulen sieben Jahre besucht.


Schüler*innen der TZ4 erhalten Examen

„Mit Abstand die beste Feier seit langem“, so lautet das Fazit der Schülerinnen und Schüler, die Ende Januar ihr Examen zu staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erziehern an den Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS-OS) gefeiert haben. Und dass, obwohl aufgrund der Corona-Pandemie leider keine Familienmitglieder oder Freunde dabei sein konnten.

In der stimmungsvoll geschmückten Aula blickten die 26 Absolvent:innen auf vier erlebnis- und lehrreiche Jahre zurück, denn sie gehörten der Teilzeitklasse 4 an den EFS an. Das bedeutet: Sie besuchten die EFS dreieinhalb Jahre an drei Abenden in der Woche sowie an diversen Samstagen und in Blockwochen – ein besonderer Kraftakt, bei dem Familie und Ausbildung, Beruf und Lehre in Einklang gebracht werden müssen.

Absolventin Mareike Schulte zieht positive Resonanz: „In meiner schulischen Laufbahn habe ich so viele Schulen von innen erlebt und auch so viele Lehrerinnen und Lehrer. An den EFS habe ich zum ersten Mal ein Gefühl der fairen und vom Herzen bemühten Begleitung durch die Pädagogen erfahren. Und ich bin sehr froh, dass ich mit dieser Erfahrung meine Schullaufbahn beenden durfte.“

Pädagogin Anke Meckfessel gab den AbsolventInnen mit: „Ich habe euch als kluge Frauen und Männer kennengelernt. Und besonders hat mich beeindruckt, wie sehr ihr euch als Gruppe verbunden habt. Obwohl eure Klasse anders ist als vor dreieinhalb Jahren, hat eine Verbindung zwischen euch bestanden. Niemand musste allein bleiben. Für diejenigen, die hier heute sitzen, hat sich immer jemand gefunden, die/der dafür gesorgt hat, dass der nächste Weg nicht allein gegangen werden musste.“ Als Erinnerung an diese geschaffenen Verbindungen erhielt jede und jeder ein Stück Band.

Klassenlehrkraft Kristina Nolte berichtete in ihrer Ansprache über Highlights mit der Klasse und hob die besondere Harmonie und Unkompliziertheit der TZ4 hervor. Ein weiterer Höhepunkt der Abschlussfeier war die Rede des Klassensprechers Markus Wesner. Dieser hatte sich sehr persönliche Gedanken zur Ausbildung gemacht und sie in ein musikalisches Medley gepackt. Mit viel Witz und Ironie begeisterte Markus die Teilnehmenden und bekam Standig Ovations. Die Feier endete nach Ausgabe der Zeugnisse und einem Fun-Bag überreicht von Kristina Nolte mit Klavierspiel und Gesang von Mareike Heimbrock.


Theaterpädagogischer Projekttag „Frühlings Erwachen“

 

 

Seit September 2021 beschäftigen sich die drei Unterstufenklassen im Fach Deutsch mit Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“. Dieses Drama hat seine Aktualität bis heute bewahrt, obwohl es bereits 1891 veröffentlicht wurde.

Es geht um die drei jugendlichen Hauptfiguren Wendla, Moritz und Melchior, die unter den Herausforderungen der Pubertät leiden und in ihrer Entwicklung von ihren Eltern mehr oder weniger im Stich gelassen werden. Die Situation spitzt sich dermaßen zu, dass zwei von ihnen sterben, Wendla an den Folgen einer Abtreibung, Moritz suizidiert sich, weil er aufgrund seiner schulischen und persönlichen Probleme keinerlei anderen Ausweg sieht. Nur Melchior, der immer wieder versucht, sich rational zu verhalten und sich traut, den Erwachsenen mutiger entgegen zu treten, überlebt – allerdings auch mit großen Blessuren.

Zum Abschluss der Unterrichtseinheit konnte erfreulicherweise ein Theaterprojekttag mit dem Team der Theatervermittlung des Stadttheaters Osnabrück stattfinden.
Die U1 wurde dabei von Paula Römer angeleitet, die ihren Workshop folgendermaßen angekündigt hatte:

„Melchior: Wovon träumst du, wenn du allein bist?“
Wir beschäftigen uns mit Marthas, Wendlas und Melchiors Träumen, Wünschen und Ängsten.
Was für Gedanken wälzen sich in ihren Köpfen?
Was für Gefühle werfen sie aus der Bahn?
Was möchten sie der Welt erzählen?
Gemeinsam schreiben und entwickeln wir Texte und erforschen dabei Möglichkeiten der szenischen Umsetzung.

Und dieses Programm wurde mit der U1 sehr engagiert umgesetzt. Nach einem sportlichen Warming Up versetzten sich die Schülerinnen und Schüler in die drei Hauptfiguren und ihre Gefühle und schrieben in Gruppen eigene Texte dazu – Texte, die auf den Geschehnissen des Dramas basieren und doch weit darüber hinaus gehen. Entstanden sind Anklagen, berührende und schmerzende Anklagen an die Generation der Erwachsenen, die autoritär und bigott in der Erziehung der Kinder versagt haben und damit verantwortlich sind für diese „Kindertragödie“. Anschließend probten die Gruppen die Inszenierung der eigenen Texte mithilfe ästhetischer Mittel – dabei entstanden sehr beeindruckende Szenen, die verdeutlichten, wie intensiv sich die Beteiligten mit dem Drama und der theatralischen Umsetzung auseinandergesetzt haben.

Friederike Niederdalhoff, 1.2.22

 


Neuer Film demonstriert Vielfältigkeit des Erzieherberufs

Bis 2030 sollen in deutschen Krippen, Kitas und anderen Einrichtungen mehr als 230.000 Erzieherinnen und Erzieher fehlen. Eine kindgerechte Personalausstattung ist so nicht zu gewährleisten. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung. Um die Vielfältigkeit und den Facettenreichtum des Erzieher:innen-Berufs sichtbarer zu machen haben die EFS im Rahmen des EU-Projekts Wir machen mehr AUS-BILDUNG“ einen Image-Film für die Ausbildung und das vielfältige Berufsbild von Erzieher*innen realisiert, der sich insbesondere an interessierte Schulabgänger:innen aber auch Quereinsteiger:innen richtet. Unterstützt wurde dieses Video von Maßarbeit und Landkreis Osnabrück sowie Fördermitteln der Europäischen Union und des Landes Niedersachsen. Verantwortlich war die EFS mit dem Arbeitspaket 3 im Projekt sowie den Pädagoginnen Karin Heidemann, Verena Jannaber und Silvia Retta-Juchem.

Hand in Hand mit pädagogischen Fachkräften aus den unterschiedlichen Arbeitsfeldern für Erzieher:innen, Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften der EFS wurde dieser Film in den vergangenen Monaten entwickelt und produziert. Insbesondere soll er für die Berufsorientierung eingesetzt werden. Verantwortlich sind die ProjektmitarbeiterInnen und Lehrkräfte an den EFS Karin Heidemann und Verena Jannaber in Kooperation mit Marcus Wolf von Loup Media.

„Entstanden ist dieser Film im Rahmen des Projekts ‚Wir machen mehr AUS-Bildung – Fachkräfte für die Kitas‘. Viele denken beim Beruf der Erzieherin und des Erziehers vorrangig an Betreuung im Kindergarten. Dabei gibt es so viele verschiedene Einrichtungen, die auf der Suche sind, und auch so viele unterschiedliche Aufgaben und Bereiche, die viel zu selten Erwähnung finden, und die wir in diesem Film einmal ansprechen wollen, um aufzuklären und zu informieren“, erklärt Ulrike Kläfker, Leiterin der EFS.

 

Vorgestellt werden die Arbeit in Kita, Krippe, Jugendhilfe, Eltern-Kind-Haus und Ganztagsbetreuung an einer Schule. „Es gibt zwei Versionen des Films, der unter Corona-Bedingungen entstanden ist. Wir hoffen, dass wir so viele Interessierte gewinnen und ein klein wenig dem Fachkräftemangel entgegenwirken“, sagt Pädagogin Karin Heidemann. Bereits jetzt gebe es eine hohe Nachfrage und künftig werde diese Nachfrage noch steigen. An den EFS können Schülerinnen und Schüler in Voll- und Teilzeit die Ausbildung zur Sozialassistentin und zum Sozialassistenten, darauf aufbauend zur Erzieherin und zum Erzieher sowie zur Heilpädagogin und zum Heilpädagogen absolvieren. Eine enge Verknüpfung von Praxis und Theorie, neuen und traditionellen Themen und Aspekten spielen hierbei eine wichtige Rolle. Zielgruppe sind zum Beispiel Schüler:innen an allgemeinbildenden Schulen, die sich über die Arbeit als Sozialassistent:in, Erzieher:in oder Heilpädagog:in informieren möchten. Aber auch in Beratungsgesprächen für die Berufsinformation kann der Film genutzt werden.

Verfügbar sind die Videos auf dem Youtube-Kanal der EFS:

Langversion: https://youtu.be/_BI9HHSDMq8

Kurzversion: https://www.youtube.com/watch?v=1p5P6FTP3fE

 


Spannende Weiterbildungsangebote der EEB Osnabrück

Konfliktmanagement, Gewaltfreie Kommunikation und Mediation gehören zu den Schwerpunkten der aktuellen Bildungsangebote der Evangelischen Erwachsenenbildung (EEB) Region Osnabrück, Kooperationspartner der EFS im Bereich der Fort- und Weiterbildung.

Die Corona-Pandemie hat den sozialen Zusammenhalt in allen Bereichen unseres Lebens herausgefordert. Homeoffice, Kinderbetreuung, Homeschooling, die Sorge um den Arbeitsplatz, existentielle Sorgen – wir werden privat, gesellschaftlich, politisch und wirtschaftlich vor große Herausforderungen gestellt.

Die EEB Osnabrück begegnet den Herausforderungen mit einem Angebot für die persönliche Weiterbildung – offen für Haupt- und Ehrenamtliche in Kirche und Gemeinde, Neugierige und Interessierte:

Vielleicht ist auch etwas für Sie und Euch dabei?
Weitere Informationen für alle Angebote und Anmeldungen auf www.eeb-osnabrueck.de.


Wenige Restplätze Weiterbildung Krippenpädagogik

Kleinkinder im Kindergarten zu betreuen stellt hohe Anforderungen an Kinder, Eltern und das pädagogische Fachpersonal. Die vielfältige Lebenswelt sowie die unterschiedlichen familiären Ausgangslagen fordern ein hohes Maß an Empathie. Es gibt eine Vielzahl von Besonderheiten in der Betreuung von Kleinstkindern wie sie in dieser Form bei der Betreuung von älteren Kindern nicht auftreten. Die pädagogische Fachkraft bietet sowohl den Kindern als auch den Eltern eine „haltende Umgebung“, für das Kleinkind ist sie „Brückenbauerin“ und „sicherer Hafen“. Ziel der Veranstaltung soll sein, anzuknüpfen an Grundkenntnisse der Kleinstkindpädagogik unter dem Schwerpunkt „Kinder zu den Aktivitäten des Lebens führen durch eine haltende Umgebung: Frühkindliche Bildung und Partizipation im Alltag begleiten und gestalten.“

Start der Weiterbildungsreihe „Auf dem Anfang kommt es an“ unter der Leitung von Silvia Retta-Juchem ist der 22.02.2022. Es folgen sieben weitere Module mit Schwerpunkten zur Kernthematik U3.

Mehr Infos: https://www.efs-os.de/fortbildung/aktuelle-fortbildungen/

 


Gewaltfreie Kommunikation – Angebot an den EFS

Mit gewaltfreier Kommunikation neue Wege gehen. Wie das aussehen kann, haben nun SchülerInnen und Schüler sowie PädagogInnen an den EFS erfahren.

Gewaltfreie Kommunikation, kurz GFK, wird als lösungsorientierte Haltung in der Kommunikation verstanden. Der Ursprung kommt aus der Friedensbewegung und hat zum Ziel, Konflikte durch das Gespräch und ein wertschätzendes Miteinander zu lösen.

—GfK soll in diesem Sinne sowohl bei der Kommunikation im Alltag als auch bei der friedlichen Konfliktlösung im persönlichen, beruflichen oder politischen Bereich hilfreich sein. Im Vordergrund steht nicht, andere Menschen zu einem bestimmten Handeln zu bewegen, sondern eine wertschätzende Beziehung zu entwickeln, die mehr Kooperation und gemeinsame Kreativität im Zusammenleben ermöglicht. Manchmal werden auch die Bezeichnungen Einfühlsame Kommunikation,Verbindende Kommunikation, Wertschätzende Kommunikation, Sprache des Herzens oder Giraffensprache verwendet.

In den Teilzeitklassen der EFS haben seit November 2021 einige SchülerInnen den Grundkurs in GFK bei Cornelia Timm vom Orca-Institut besucht. Unser Ziel für das kommende Jahr: noch mehr Klassen wird dieser Grundkurs angeboten.

Nach 20 Unterrichtseinheiten sind die SchülerInnen versorgt mit den Basisstrukturen der GFK inklusive der praktischen Anwendung der vier Schritte um sich deutlich und verständlich in Konfliktsituationen auszudrücken.

„Sei dir bewusst, in was für einer Welt du gern leben möchtest und dann beginne, so zu leben.“ Dieses Zitat von Marshall B. Rosenberg bringt die GFK-Intention auf den Punkt – ein guter und hilfreicher Ansatz auch in Zeiten von Hate Speech, Verschwörungstheorien und Co.

Die Schülerinnen und Schüler der TZ3 zeigten sich begeistert. Lehrerin Kristina Nolte sagt: „Sie und wir hatten einen großen Gewinn durch den Kurs.“


Kooperation mit der Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer

Erzieherinnen und Erzieher sind gefragte Fachkräfte. Die Corona-Pandemie hat eindringlich gezeigt, wie wichtig dieser Beruf für das Funktionieren der Gesellschaft ist. Grund genug für die Geschwister-Scholl-Oberschule Bad Laer mit den Evangelischen Fachschulen Osnabrück (EFS) zu kooperieren: „Damit bieten wir unseren Schülerinnen und Schülern nicht nur Einblicke in ein ausgesprochen spannendes Berufsfeld, sondern stärken gleichzeitig in den verschiedenen Projekten ihre sozialen Kompetenzen“, berichtet Schulleiterin Stephanie Baalmann. Begleitet wird die Kooperation von der Servicestelle Schule-Wirtschaft der MaßArbeit.

Das Besondere an der Zusammenarbeit: Die Berufsorientierung hat hier Workshop-Charakter. „Wir bieten zunächst einen Cybermobbing-Kurs und einen Babysitter-Kurs an der Geschwister-Scholl-Oberschule in Bad Laer an“, schildert Frau Kläfker, Schulleiterin der EFS. Die Angebote deuteten schon auf die Vielfalt des Berufsbildes hin: Die Breitbandausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher eröffne Arbeitsfelder von der Krippe über die Kita, den Hort und die Grundschule sowie Jugendhilfe bis zur Jugendarbeit. Dieses große Spektrum ermögliche ein abwechslungsreiches Berufsleben mit vielen Weiterbildungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen. Für die Evangelischen Fachschulen ist es die dritte Kooperation mit Schulen im Landkreis Osnabrück und auch die OBS Bad Laer arbeitet bereits mit fünf  regionalen Unternehmen zusammen. „Diese praxisorientierten Partnerschaften sind unglaublich wertvoll für die Jugendlichen in der Berufswahlphase und stärken die Nachwuchsgewinnung in der Region nachhaltig“, betonte Susanne Steininger, Bereichsleiterin der MaßArbeit.

Davon ist auch Annika Schütte von der Servicestelle Schule-Wirtschaft überzeugt. „Insbesondere die Formate Babysitterkurs und Cybermobbingkurs haben sich an anderen Schulen bereits bewährt und stoßen auf reges Interesse“, skizzierte sie. Doch auch die weiteren Aktivitäten und Angebote böten einen guten Einblick in die Ausbildungsinhalte der EFS, sagte Mareike Himmelreich, Berufsorientierungsbeauftrage an der Geschwister-Scholl-Oberschule und Fachberaterin Berufsorientierung des Regionalen Landesamt für Schule und Bildung. „Ich freue mich besonders auf einen intensiven Austausch zwischen den beteiligten Schülerinnen und Schülern beider Schulen.“

Neben den Workshops nimmt die EFS etwa auch an der „Berufswelterkundung an Stationen“ teil. Dabei handelt es sich um eine eigene Berufsorientierungsveranstaltung der OBS Bad Laer, die jährlich stattfindet. Verschiedene Unternehmen aus der Region präsentieren sich mit ihren Ausbildungsberufen in der Schule und bringen typische Arbeitsaufträge mit, die von den Jugendlichen erprobt werden können. Außerdem stehen die Ansprechpartnerinnen der EFS Rede und Antwort im Unterricht. Hier stellen sie den Ausbildungsweg vor und berichten von ihren Erfahrungen. Darüber hinaus gibt es Tipps und Tricks für eine Bewerbung und das richtige Verhalten im Vorstellungsgespräch.

Die Kooperation der Schulen ist im Rahmen des europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projektes „Wir machen mehr AUS-BILDUNG – Fachkräfte für die Kitas“ entstanden. „Unser Ziel ist es, Fachkräfte für den Beruf Erzieherin/Erzieher zu finden und diese nachhaltig in den Einrichtungen und Kitas der Region zu halten“, erläuterte Silvia Retta-Juchem, Pädagogin an der EFS und Projektbeteiligte. Es sei ein besonderes Anliegen, unentschlossene Jugendliche, aber auch Quereinsteiger für den Beruf zu gewinnen.

 

 


Engelsbotschaften aus der Unterstufe

Die Unterstufenklassen haben sich im Unterricht mit dem Thema „Engel“ beschäftigt. Religionspädagogin Birgit Jaeger berichtet:

„Engel finden wir in der Adventszeit überall. Adventszeit ist die Zeit der Engel. Die biblischen Geschichten erzählen uns von Engelsbegegnungen,  von Gottes Boten, von seinem Bodenpersonal.

Die Botschaft der Engel  an die Hirten auf dem Felde in der  der Weihnachtsgeschichte:

Fürchtet euch nicht, siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird, denn Euch ist heute der Heiland geboren.

Folgende Fragen bewegen uns dabei:

Ist dir schon Mal ein Engel begegnet?

Hände wie deine, wie du dein Gesicht und blickt er dich an, dann erkennst du ihn nicht, viel später fällt dir ein: Das kann ein Engel gewesen sein.

Wo bist du jemandem zum Engel geworden?

Wir Menschen sind Engel mit nur einem Flügel. Um Fliegen zu können, müssen wir uns umarmen.

 

Die Engelsflüge vor der EFS (Bild) weisen darauf hin, dass es auch hier Engelsbegegnungen geben kann.